Der externe Bildverstärker von TSI wird bei vielen PLIF-Experimenten in Verbrennungs- und Dampfphasen eingesetzt, wenn die Kamera alleine auch für andere Messungen (z. B. PIV) verwendet werden soll. Der Bildverstärker bietet alle Vorteile einer intern verstärkten Kamera, wie die komplette Blockierung des Laseranteils in Fluoreszenzbildern, eine große Verbesserung des Signal-Rausch-Verhältnisses durch Reduzieren der Hintergrundintensität (bei Verbrennungsmessungen) sowie die Erkennung sehr schwacher Fluoreszenzsignale. Der Anschluss des Bildverstärkers ist kinderleicht, ebenso die Steuerung direkt über den Computer. Zwei Fotokathoden sind verfügbar, um die Spektralempfindlichkeit des Systems an die Fluoreszenzwellenlänge der gewünschten Spezies anzupassen.
Je nach der zu messenden Spezies steht sowohl die Fotokathode Gen II (S25) als auch Gen III (GaAsP) zur Verfügung. Die Fotokathode Gen II ist über einen weitaus größeren Wellenlängenbereich hinweg empfindlich, jedoch variiert die Quanteneffizienz im Bereich 200 nm bis 550 nm zwischen 10 % und 25 % und fällt bei längeren Wellenlängen stetig ab. Die Gen III hingegen verfügt über eine sehr viel größere Quanteneffizienz im sichtbaren Wellenlängenbereich von 350 nm bis 750 nm, wobei die maximale Quanteneffizienz ca. 50 % beträgt. Bei PLIF-Verbrennungsmessungen verfügt die Fotokathode Gen II über eine höhere Quanteneffizienz, da die OH-Fluoreszenzemission bei ca. 310 nm stattfindet, während die Gen III besser für Formaldehyd sowie CH und HO2 geeignet ist. Bei Farbstoffen auf Wasserbasis, die im sichtbaren Bereich fluoreszieren, wäre die Gen III-Fotokathode die beste Wahl.